










Der Erste Deutsche Meister besteht seit 1893 und blickt auf eine einzigartige Historie zurück. Am 20. Januar 1966 wurde ein ganz besonderes Kapitel aufgeschlagen: Der Verein erhielt den Namen, mit dem er vor allem in Europa für Aufsehen sorgte – 1. FC Lokomotive Leipzig. Sechs Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Mehrere Generationen von Spielern und Trainern feierten in dieser Zeit große Erfolge und erlebten bittere Niederlagen. Vom Europacup-Finale über die Bundesliga bis hin zur Kreisklasse war alles dabei.
Um die Protagonisten dieser Dekaden angemessen zu würdigen, sind in diesem Buch sämtliche Mannschaftsfotos seit der Saison 1965/66 abgedruckt. Einige Motive können erstmals öffentlich bewundert werden.
Rezensionen
Leipziger Volkszeitung,
24. Dezember 2025
60 Teams in 60 Jahren: Stepanovic startete mit einem 40-Mann-Kader in die Saison
Der 1. FC Lok Leipzig wird am 20. Januar 2026 sechs Jahrzehnte alt. Wenige Wochen vor dem runden Geburtstag haben drei ehrenamtliche Lok-Autoren ein Buch mit 60 Mannschaftsfotos und Storys aus 60 Jahren herausgebracht.
Wer es in der geteilten Fußballstadt mit den Blau-Gelben hält, der kann im Fanshop des 1. FC Lok Leipzig am „heiligen Vormittag” zwischen 9 und 12 Uhr noch ein Last-Minute-Geschenk in Form eines neuen Buches erwerben. Die meisten Fußballclubs der DDR-Oberliga werden in diesen Tagen und Wochen 60 Jahre alt. Auch der mehrfache Pokalsieger aus Probstheida will am 20. Januar im historischen Wartesaal des Leipziger Hauptbahnhofs auf sechs Jahrzehnte zurückblicken. Dies ändert nichts daran, dass der „1. FC Lokomotive Leipzig, Verein für Bewegungsspiele“ stolze 132 Jahre auf dem Buckel hat. Schließlich ziert das Trikot des Regionalligisten ein Meisterstern für die drei nationalen VfB-Titel 1903, 1906 und 1913. Die Zeit seit 1966 wird trotzdem separat betrachtet – mit einem speziellen Buch. „Für uns gibt es drei wichtige Gründungsjahre: 1893, 1966 und 2003“, sagt Buchautor Thomas Franke, der in diesem Sommer gerade erst das Projekt „Ein Traum: Die überragende Saison 2024/25 des 1. FC Lok Leipzig“ beendet hatte. Doch der 48-Jährige gönnte sich keine Verschnaufpause. Gemeinsam mit Matthias Löffler und LokCast-Moderator Marko Hofmann widmete er sich dem Thema „60 Jahre, 60 Mannschaften“. Die komplizierte Lok-Historie mit etlichen Höhen und Tiefen will es so, dass zwischen 1966 und 2006 beide Vereinsnamen (Lok, VfB und wieder Lok) eine Rolle spielten. Die Haupt-Idee des Buches: Jeder Saison seit 1965/66 wird eine Doppelseite mit Mannschaftsfoto gewidmet. War es eigentlich leicht, in den lokalen Archiven 60 Teamfotos aufzutreiben? War es natürlich nicht, wenngleich der frühere SCL- und spätere Bildzeitungs-Fotograf Peter Langrock 40 Aufnahmen beisteuerte. Beim Übergang zwischen Analog-und Digitalfotografie in den Nullerjahren sei es am schwersten gewesen, die Motive zu finden. Zu DDR-Zeiten stellten die Klubs vor jeder Saison ein Foto für die FuWo-Sonderausgabe zur Verfügung. Zweimal lieferte Lok nicht, weil es keine Neuzugänge gab. Die Fußballwoche druckte einfach das Motiv des Vorjahres. „Wir haben dann fürs Buch das Foto des Pokalfinals im Mai genutzt“, so Thomas Franke, der über die 180 Seiten sagt: „Es ist eine schöne Zeitreise geworden.“ Marko Hofmann ergänzt: „Wir kennen uns wirklich gut aus. Aber wir sind bei der Recherche auf Spielernamen gestoßen, die wir noch nie gehört, die auch kein Spiel gemacht haben. Aber sie tauchen auf den Fotos auf.“ Viele Lok-Spieler seien Jahre später in anderer Funktion zurückgekehrt. Bei Frank Baum und Uwe Ferl spielten die Söhne Richard Baum und Daniel Ferl ebenfalls für die Probstheidaer.